„Die Inspiration erfolgt auf verschiedenen Wegen, die davon abhängen, wie das Herz eines Menschen auf den göttlichen Geist gerichtet ist. Der eine richtet sein Herz unmittelbar auf den göttlichen Geist; einem andern liegt der göttliche Geist allzu fern; er richtet deshalb sein Herz auf ein Zentrum, das seinerseits auf den göttlichen Geist eingestellt ist, so dass er die Botschaft dieses Geistes durch den Mittler empfängt.
Alles aber kommt vom Geiste Gottes her. Es ist ein Irrtum, wenn wir die Botschaft irgendeinem begrenzten Wesen zuschreiben, das nichts anderes ist als ein Schatten, der uns Gott verhüllt. Wer glaubt, ein alter Ägypter komme aus dem jenseits herüber, um ihn zu inspirieren, oder ein Indianer leite ihn auf seinem Wege, der errichtet eine Mauer zwischen sich und Gott. Statt unmittelbar aus dem Quell, aus dem vollkommenen und allgenügenden Born zu empfangen, denkt er sich eine begrenzte Idee aus und macht sie zur Scheidewand zwischen sich und Gott. Die göttliche Inspiration wird dem Genius in uns am leichtesten zuteil, wenn er sich zur leeren Schale macht und allen Stolz und Wissensdünkel ablegt, wenn er einfältig wird wie ein Kind, das alles zu lernen bereit ist, was man es lehrt. Wer vor Gott zum Kinde wird, wer sich sehnt und seine Seele in Musik erklingen zu lassen strebt, wird zu einem Springquell Gottes. Diesem Quell entsteigt göttliche Inspiration, und wer ihn sieht, dem offenbart sich die Schönheit.
Die Überlieferung berichtet uns, dass Moses einst nach Feuer suchte, weil er Brot backen wollte. Da erblickte er ein Licht auf dem Gipfel eines Berges und er erstieg den Gipfel, um sich das Feuer zu holen. Das Feuer aber ward zum Blitze. Moses konnte das gewaltige Flammen nicht ertragen und stürzte zu Boden. Als er erwachte, fing er mit Gott zu reden an. Diese Erzählung ist eine Allegorie. Sie bedeutet, dass Moses nach dem Lichte suchte, das seinem Leben Stärke geben sollte. Aber auf der Erde, wo er stand, konnte er das Licht nicht erlangen, er mußte den Gipfel erklimmen. Dort fand er nicht nur ein Licht, sondern einen Blitzstrahl, dessen Helligkeit er zu ertragen nicht die Kraft besaß, so dass er zur Erde stürzte. Was bedeutet dieser Sturz? Ein Zunichtewerden, ein Leerwerden. Als Moses diesen Zustand der Leere erreicht hatte, begann sein Herz zu klingen und er fand sich durch alle Dinge dieser Welt mit Gott verbunden.
Seine Seele fühlte sich mit allem, was er sah, verbunden – mit jedem Felsen und jedem Baum, mit jeder Pflanze, mit den Sternen, mit der Sonne, mit dem Mond. Und so offenbarten ihm alle Dinge ihr Wesen und ihr Geheimnis. Wem sich der Schöpfer so offenbart, dem wird, um Saadis Worte zu gebrauchen, jedes Blatt am Baum zu einer Seite der Heiligen Schrift, sobald seine Seele lesen gelernt hat.“ H I Khan
Wer inspiriert dich?
„Reinige dein Herz von allem außer von Gott, auf dass sich die Sonne der Wirklichkeit darin spiegle und der ewige Morgen emporsteigen möge.“ Murshida
Sei in einem Zeitalter großer Nachrichten grundsätzlich offen für alles. Jede Begegnung, sei es mit Mensch oder Meinung, verdient einen Vertrauensvorschuss. Dann betrachte es mit deinem Herzen. Es ist wie ein kostbarer extrem feinsinniger Seismograph, der über Gefühl, ein Bild, eine Antwort, also auf seine ganz eigene Art, mit dir kommuniziert. Fördere diese Kommunikation. Betrachte sie als unschätzbares Geschenk für dein ganzes Leben. Lass dieses Instrument mit dir wachsen und feiner werden.
Und lass auch persönliche Affirmationen auf deinem Weg zum Ziel zu. Das kann auch ein Mantra sein, insbesondere kann das wechseln und erneuern. Wie Raupe zur Puppe und Schmetterling.
„Ich bin, was ich bin.
Ihr macht mich, wozu ihr mich machen wollt.
Aber ich werde, was ich zu werden wünsche.“ H I Khan
Wege zum Licht
Selbstvertrauen sollte in Gottvertrauen münden,
denn Vertrauen ist ein lebendiges Pfand. HIK
Es gibt Gastronomie, wo man gegen ein Pfand ein Mehrwegglas erhält. Sehr umweltfreundlich. Dann holst du dir normalerweise dein Pfand wieder zurück. Was passiert denn da? Dein Vertrauen in die Gastronomie wird bestätigt, du erhältst deinen Betrag zurück. Pfand ist an Getränke gebunden, und für uns schon alltäglich. Die Getränke sind ja meist Wasser – basiert. Wasser ist viel mehr als ein Durstlöscher: es ist Weisheit, Treue, Verbundenheit, Offenheit, Kompromissbereitschaft, Vielseitigkeit, und es dehnt sich ab 0° sogar aus, dass es immer fester einen Fluss zufrieren möge, je kälter es werde, damit niemand einstürzt und die Fische nicht erfrieren.
Gibst du bewusst deinen Pfand für auch nur einen Bruchteil Gedanken zu erleuchten an diese geistigen Gaben?
Die Mietkaution ist ein so ähnliches Verfahren oder sonstige Sicherheiten bei Krediten. Das sind harte weltliche materielle Geschäfte. Und so mancher hat im Spiel ein großes Pfand verloren. Das Vertrauen in die Einlösung des Pfandes war von der Gegenseite so gering, dass so ein hoher Gegenwert verlangt wurde. Das kann ein Leben schwer belasten.
Wem vertraust du?
Ps 71,6 Auf dich habe ich mich verlassen vom Mutterleib an; / du hast mich aus meiner Mutter Leibe gezogen. Dich rühme ich immerdar.
Ja, die Mutter, die Eltern, die Geschwister, die Familie, sie sind unsere Nächsten und vom Anfang unseres Lebens an vertrauen wir ihnen. Jedoch, im Laufe der Zeit kann es zu erheblichen Veränderungen kommen, die das Vertrauen erschüttern.
Wie groß ist das Vertrauen des Weltenschöpfers, wenn er den Eltern eines seiner Kinder anvertraut? Welches Pfand nimmt er?
Wie groß ist dein Vertrauen in deine Mitmenschen, wenn du um etwas gebeten wirst, oder umgekehrt, wenn du um etwas bittest? Was sagen unsere vielfältigen Garantie – Regelungen und Verträge über das Vertrauen in unserer Gesellschaft aus? Ist das so auf dem Nullpunkt, dass ich feste Regeln brauche? Was kannst du in diesem Dschungel aus Vertrauen und Misstrauen tun?
Ein Vertrauensvorschuss, egal in welcher Angelegenheit, schafft eine gute Atmosphäre. Die Mutter vertraut ihrem Kind, dass es seiner Angelegenheit gerecht wird, was auch immer das sein möge. Im Freundeskreis ist diese Atmosphäre auch noch präsent, jedoch im Berufsleben ändert sich das. Da haben wir alle eine Brille von Misstrauen auf der Nase, von Vorsicht und von der Erinnerung an schlechte Erfahrungen. Ja, schlechte oder schwierige Erfahrungen kann man nicht vermeiden. Sie kommen wie die Wolken am Himmel. Aber sie ziehen früher oder später vorüber.
Welchen Standpunkt kann ich einnehmen?
Besinne dich auf deinen innersten Kern in der Tiefe deines Herzens. Dort ist ein Ort, der von der Welt nicht berührt wird, der dadurch unverletzbar ist. Wie eine immer saubere Quelle.
Welcher Weg führt zu diesem Ort?
Beginne deine Meditation mit einem Schutzgebet, -übung, Kerze, Licht, ...
Innere Harmonie ist der erste Schritt. Harmonie im Leib, visualisiere Harmonie beispielsweise in Form vereinigter Hände unterhalb des Nabels. Lass den Strom zwischen linker und rechter Hand einfach fließen. Fühle das. Deine Bilder haben eine Wirkung auf deinen gesamten Leib. Du kannst das wie eine Süße wahrnehmen, eben eine Harmonie. Wie ein perfekt gebackener Kuchen.
Dann lass diese Harmonie wieder los, lass sie ziehen. Lass die Süße wie ein Gewicht zu Boden sinken. Fühle dich ein in die Stille, die Ruhe, die sich einstellt. Wie die ganz glatte Oberfläche eines Sees. Kein Lüftchen kräuselt die Oberfläche. Zugleich strahlt diese Oberfläche eine Lebendigkeit aus, ähnlich dem Fell eines Tieres im Tiefschlaf. Nur der Atem senkt den Körper auf und ab, aber es findet keine innere Regung statt, alle Wettrennen sind beendet.
Dann lass diese Stille auch wieder los.
Sieh den Sonnenaufgang auf dem Wasser, erst ganz zart, dann stärker. Fühldas, das ist das Licht deiner Seele, welches sich im Herzen spiegelt. Es ist wie ein Strom, der deinen Leib von links nach rechts durchwirkt. Lass deine Sonne strahlen, fühl nur, mach nichts.
Dann lass auch diese Sonne wieder los, entspanne dich.
Öffne dich der Zentralsonne, die über allem steht und leuchtet, die Sonne hinter allen Sonnen, die Sonne, welche alles Licht gibt. Das ist unser einer Ursprung, unsere eine Quelle des Lebens, bestehend aus Liebe und Licht.
Bleib ruhig, kein Stress, du musst nichts leisten. Diese genannten Etappen auf dem Weg zu deinem zuinnerst zu findenden unverletzbaren seelischen Anteil sind keine Lektionen, die du abarbeiten musst. Nur Tipps, und du weißt ja, jeder Bergführer geht seinen eigenen Weg nach oben. Ja, das kann ich noch dazu fügen: nimm die Inspirationen an, aber suche immer wieder deinen eigenen Weg. Schau nach innen, laufe nicht hinterher und ahme nicht nach. Aber Tipps annehmen, ok. Also so wie Schuhe anziehen, wenn du über ein Distelfeld zu gehen planst – aber wie gut und richtig das für dich war, weißt du erst nach der Strecke, im Angesicht der Disteln. Konzepte sind so gut wie ein Baugerüst beim Hausbau. Wenn aber das Gebäude steht, wird es wieder weg genommen. Das Haus muss aus sich selber heraus leben.
Das Sprechen und Meditieren von Mantren sind ein unschätzbar wertvoller Ratgeber auf diesem Weg. Sie tragen bereits die Botschaft des Ziels in sich – je nach dem, welches Mantram du wählst.
Göttliche Liebe gleicht Mutterarmen,
und wenn diese sich öffnen, sinken alle Seelen hinein. Murshida
Ihr Lieben!
Welche Ziele verfolgen wir in unserem Leben und welchen Preis sind wir bereit dafür zu zahlen?
Am Anfang ist oft eine Vision der Verwirklichung verschiedenster Wünsche: etwa der Wunsch, mal ein Pilot zu sein, oder ein König, oder ein Elternteil von vielen glücklichen Kindern...oder als Künstler ganz frei der Seele ihre Flügel lassen und – davon zu eilen auf der Leinwand oder am Mikrofon. Aber wohin eilst du dann? - und noch viel mehr: was ist aus deinen Träumen geworden?
„Um unsere Träume zu verwirklichen, müssen wir aus ihnen erwachen“.( J. Baker zugeschrieben)
Ja, erwachen zum Leben, zur Wirklichkeit, zur Gegenwart, zum Realismus…. - so wie ein Küken, dass die Eierschale durchstoßen muss, um als Vogel zu erwachen.
Welche Eierschalen begrenzen dich? Bist du dabei, diese zu durchstoßen? Geht dir die Kraft aus? - dann lass Pausen zu, Dinge müssen ihre Zeit haben auf der Erde.
Hefeteig muss gehen.
33Ein anderes Gleichnis nannte er ihnen: Mit dem Himmelreich ist es wie mit einem Sauerteig, den eine Frau nahm und unter drei Scheffel Mehl mischte, bis alles durchsäuert war. Mt13,33.
Die Frau nimmt das „ tote“ Mehl und zusammen mit dem „Sauerteig des Himmels“ ist es am Ende lebendig. Was bedeutet das für deine Visionen? - wenn sie zulange auf sich warten lassen, wenn immer irgendetwas dich hindert, dann lass los – meditiere, lass die Kräfte des Himmels wirken. Und hab Geduld! Manche Dinge ereignen sich, wenn du gar nicht mehr damit rechnest. „Dein Wille geschehe“. Jesus
Als junger Abiturient hatte ich mich bei einer menschenkundlich für mich sehr interessanten Universität beworben – und keine Antwort erhalten. Nach dem „normalen“ Studium durchlief ich verschiedene Arbeitsstellen, bis ich in der eigenen Praxis angelangt war. Und dann, einige Jahre nach Eröffnung – kam ungefragt ein Brief eben dieser Universität für ein berufsbegleitendes Studium. Das habe ich sofort angenommen, es kam genau richtig, aus der eigenen Praxis heraus war das der fruchtbare Boden, auf dem etwas Neues gedeihen konnte.
Ich habe das selten erlebt, dass ein Mensch schon als Kind wusste, wie sein ganzes Leben aussehen soll, in welche Richtung er streben möge. Meist wechselt das durch die Kindes – Jugend – Erwachsenenalter. Und es hört nicht auf, es folgen viele Jahre und man muss nicht immer auf demselben Gleis fahren. Auch die Rente bietet keinen Schlusspunkt – im Gegenteil, da öffnen sich manche Türen. Den roten Faden zu erkennen, in all den verschiedenen Stadien, ist dem Alter vorbehalten.
Ja, wohin geht die Reise? - fragst du dich das immer wieder?, kommen Zweifel auf, oder bist du unzufrieden mit der Gegenwart? Affirmationen, Autosuggestionen, Selbst – coaching sind erlaubte Mittel zur Justierung deiner Energie. So wie unsere Mantren helfen, sie stärken einen besonderen inneren Muskel und haben ihren Ursprung „an einem Ort, an dem kein Mensch ist“. (Buddha).
Neben den „heiligen“ Mantren gibt es persönliche Affirmationen. Wenn du eine Schwäche an dir erkannt hast, sollst du sie stärken. Beispielsweise kannst du Willensstärke erwerben, indem du jeden Morgen 5 min früher aufstehst, als du müsstest ( Murshida). Wenn du zu leichter Erregung neigst, kannst du dich stärken mit den Worten: „ich bin ruhig und gelassen“. Finde deine eigenen Worte! Wechsele deine Affirmationen, wenn du sie sozusagen erledigt hast- und starte je nach Bedarf eine neue. Was nicht funktioniert: negative Affirmationen, so wie „ ich rauche nicht mehr“, geht nicht. Du weißt ja, was du dem Kind verbietest, ist besonders interessant. Schau auf die Talente deines inneren Kindes und stärke sie. Grundsätzlich solltest du keine deiner Eigenschaften „ schwächen“, auch wenn sie dich noch so sehr stören. Versuche sie mit ganz kleinen Impulsen zu korrigieren: wenn du z.B. weniger rauchen möchtest, oder ganz aufhören damit, kannst du beginnen mit – „meine Lunge ist ein Bild göttlicher Liebe!“, „meine Lunge ist ein heiliger Tempel“, usw.
Das heißt nicht, dass du über deine „Fehler“, welche du für dich erkannt hast, nicht reflektieren sollst. Natürlich sollst du dir im Spiegel begegnen; aber Heilung, welcher Art auch immer, fängt nicht mit einem „ nein“ an, sondern mit einem „ ja“ zu einem neuen Leben – s – weg. Der Chirurg öffnet den Bauch, wenn es sein muss, er lässt ihn ja nicht zu. Aber er betrachtet dann nicht die Krankheit, sondern versucht, die Natur – gegebene Gesundheit und innere Harmonie wieder her zu stellen.
Wenn du eine massive Kurskorrektur vor dir siehst, sei an erster Stelle geduldig. Sei still, lass deine Meditation fließen, wie eine Quelle, welche gerade noch ihr künftiges Flussbett sucht und formt. Schließe deinen Kurs ab, den du bis hierhin gegangen bist. 2 Flüsse machen keinen Sinn, gib deinem Leben eine Richtung. Erinnere dich täglich an deinen neuen Kurs, lass neue Bilder entstehen, schau nicht zurück, der Fluss fließt immer vorwärts. Lass „neue“ Ziele auf dem Weg entstehen, so wie der Jahreslauf von der Winterruhe über Frühling und Sommer zur süßen Reife führt. Dann wirf deine Früchte ab, zieh dich zurück, werde still, lass den Weltenschöpfer sprechen.
Wenn der Mensch schweigt, hebt Gott zu reden an. HIK
Welchen Preis zahlst du für deine Ziele? Du zahlst mit dem kostbaren Gut deiner Lebenszeit. Wenn du einen Irrtum erkennst und eine Kurskorrektur vornimmst, gibt dir niemand die Jahre zurück. Aber bedenke: „eine Enttäuschung ist ihren Preis immer wert“. ( Murshida)
Ich bin, was ich bin.
Ihr macht mich, wozu ihr mich machen wollt.
Aber ich werde, was ich zu werden wünsche. HIKhan
Korrigiere deinen Weg immer wieder, mal umfassender, mal nur ganz gering. Aber du weißt ja: eine ganz leicht verstimmte Geige – da klingt das ganze Stück nicht gut. Wie findest du aber „ deine Stimmung“?
Dein Herz ist dein Kompass, dein innerer Seismograph ( Murshida). Schau in der Stille auf dein Herz, lass es alleine sprechen.
„Ein reines Herz ist wie ein Spiegel. Reinige es durch Liebe und Loslösen von allem, außer von Gott, auf dass sich die Sonne der Wirklichkeit darin spiegle und der ewige Morgen emporsteigen möge.“ Murshida.
Der ewige Morgen – eine Herzensgesellschaft voller selbstloser Liebe und Weisheit, auf deren Boden universelle Hilfsbereitschaft und schöpferische Kräfte alle Wunden der Menschheit heilen.
Mit guten Wünschen
Gilbert
Ihr wisst auch, dass es in der geistigen Welt immer Gott ist, der euch führt.
Sucht Ihn in euren Herzen. Aber erinnert euch an das Jesuswort: wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen. Also die Gemeinschaft stärkt das Gebet, den Glauben und die Einsicht. Die Gläubigen haben sich schon immer getroffen und gemeinsam gebetet. Vertraut darauf, dass ihr immer geführt seid.
Im Grunde sind wir eine einzige große Familie. Aber wir leben so nicht. Die Geburt hat uns eine Signatur verliehen, eine Religion, eine Kultur, auch materielle Aspekte sind mitgegeben worden und vieles mehr. Ja, wir sind nicht gleich!, aber wir sind eine Menschheit. Ein jeder trägt seine Individualität, sein eigenes Karma, seine eigene Vision von diesem Leben – aber dann ergeben sich die Verbindungen, die Schnittpunkte, die gemeinsamen Wege. Auch dein Leib hat viele Teile – Finger, Zehen, Bauch, und doch ist es einer.
Die gemeinsame Zielrichtung der Menschen kann nur geistiger Natur sein. Die Botschaft der Liebe, der Harmonie und der Schönheit eint uns. Sei in deinem kleinen Umkreis achtsam und pflege das. Unterschätze nicht deinen Beitrag zum Ganzen.
Um mit Murshid zu schließen:
Wenn du sagt, du kannst nicht, dann willst du nicht.
Wenn du willst, dann kannst du es. (HIK)
Gedanken zum 31.07.25
Ihr Lieben!
Ein einziger Atemzug ist wie ein ganzes Leben.
Irdisches leben definiert sich vom ersten bis zum letzten Atemzug. Während der Schwangerschaft im Mutterleib ist es so, dass das Leben des Embryos durch die Atemzüge der Mutter gewährleistet ist. Auf der Erde ist der Atem das vorherrschende, allgegenwärtige, alles durchdringende und jedes Leben voraussetzende Element.
Wenn du Sport machst, dann atmest du automatisch mehr, als wenn du stehst oder sitzt. Im Schlaf atmest du am Wenigsten.
Was aber bedeutet das Atmen? Das Atmen ist eine Brücke von unserer nicht irdischen Seele, unserer geistigen Seele, zur irdischen materiellen Welt. Ohne Atem könnte unsere Seele in dem materiellen Körper nicht leben.
Aber es ist noch mehr. Den Atem erhalten wir. Ja wir machen ihn nicht, wir nehmen ihn aus der Atmosphäre und verwandeln ihn in Energie. Wenn du ganz ehrlich bist, musst du zugeben, dass deine Seele den Atem nicht in Sauerstoff und Energie verwandelt, sondern, dass du in einem Körper wohnst, welcher über allerhand Apparaturen verfügt, die wie von alleine perfekt funktionieren.
Du bist also ein Gast in diesem Körper, der unter anderem deine Atem Fabrik darstellt.
Dieses Haus ermöglicht dir alles auf der Erde zu erleben.
Du kannst eine Fastenkur machen und auf Essen und Trinken eine Zeit lang verzichten. Du kannst auch deinen Körper abhärten und dich von Hitze und Kälte weitgehend unabhängig machen. Aber du kannst nicht auf den Atem verzichten. Du kannst ihn lange anhalten, aber dann musst du wieder einatmen. Atmung ist das essenzielle Element zur Lebenserhaltung des Körpers.
Der Atem - Apparat in unserem Körper verwandelt diesen Atem in Energie und befähigt uns damit zum Leben.
Wenn du ganz genau reflektierst, fühlst du, dass du in diesem wunderbaren Körper mit allen seinen genialen, Atem- und sonstigen Apparaturen Teil eines noch größeren Körpers bist.
Schau ins Universum, abends in den Sternenhimmel, wie klein bist du auf der Erde als Teil eines unvorstellbar riesigen Universums; da sind keine Gartenzäune, keine Schranken und Grenzen. Wir alle sind eine riesengroße kosmische Gemeinschaft.
Sonne und Mond sind die von uns Menschen am meisten berücksichtigten oder erwähnten oder geliebten Planeten des uns umgebenden Kosmos.
Astrologen berücksichtigen auch noch viele weitere Planeten oder Sterne, sozusagen die Feinabstimmung.
Aber es ändert nichts daran, dass auch dieses alles einzelne Elemente eines noch größeren und noch umfassenderen Energiekörpers sind.
Versuche einmal dich in den Puls dieses großen lebendigen kosmischen Körpers einzufühlen oder einzuschwingen. Du kannst das ja nur ahnen.
Aber mit Fug und Recht kannst du es üben, denn du bist ein Teil dieses großen Ganzen.
Lass es zu, dass du in dieses Gefühl kommst.
Die großen Heiligen haben uns mit ihren Worten dieses große Ganze beschrieben:
36» Lehrer, welches ist das wichtigste Gebot des Gesetzes ?«37 Jesus antwortete: »›Liebe den Herrn, deinen Gott, von ganzem Herzen, mit ganzem Willen und mit deinem ganzen Verstand!‹38 Dies ist das größte und wichtigste Gebot. (Matthäus 22)
Die Liebe und das Mitgefühl sind die Grundlagen für den Weltfrieden – auf allen Ebenen.(Dalai Lama)
Krishna sagt zu Arjuna: „[…]durch unbeirrbare, unabgelenkte Liebe und Hingabe können Menschen die Essenz meiner höchsten Herrlichkeit gewahren und in mein Sein eingehen. In einem dauernden Zustand inniger Liebe zu Gott erkennt ein wahrer Gottesverehrer nichts als Gott. Darum also, oh Prinz, weihe alle deine Handlungen mir. […] und hege keinen Groll gegen irgendein Geschöpf. Dann wirst du zu mir gelangen.“ (Kapitel 11 Bhagavad Gita)
Die Erfüllung unseres Lebenszweckes liegt in einem Erwachen, in deinem Reifwerden der Seele. (HIK)
Jetzt kommst du dir vielleicht auch wieder klein vor gegenüber diesen großen Worten der Heiligen.
Wenn wir einen Termin zum Reifenwechsel machen müssen oder beim Zahnarzt im Behandlungsstuhl sitzen, dann kommen wir uns nicht immer gerade so heilig und vollkommen vor, aber unterschätze das nicht. Erfülle auch deine kleinen Pflichten mit Liebe.
Auch den Toilettengang. Es gibt keine Tat, die nicht der Würde und der Liebe und der Achtung wert wäre.
Auch ein jeder Atemzug ist Liebe und deshalb ist ein einziger Atemzug schon das ganze Leben.
Übung: ganz langsam tief ein – und wieder zeitgleich ausatmen. Die Atemlänge dabei zählen. Ich nehme gerne meinen Puls zum Zählen, du kannst aber auch „so“ zählen. Die Atemlängen dabei kontinuierlich verlängern – aber zart! Keine Gewalt und keine Atemanhaltungen! Wenn du das nicht gewohnt bist, mach Pausen, verschnaufe, und fange von vorne an. Diese Übung beruhigt Geist und Körper. 2X20 min tgl.
Mit guten Wünschen
Gilbert
Pfingsten 2025
Woher – wohin? Erkenne dich selbst.
Wo ist mein Zuhause? Wo komme ich her, wohin gehe ich? Wer bin ich?
Wo bin ich verwurzelt? Wenn du in dein Leben zurückschaust, so warst du immer in unterschiedlichen Begebenheiten verwurzelt.
Die erste Wurzel war im Mutterleib; danach hattest du in deiner Kindheit Räume, ein Bett einen Esstisch, die Küche und so weiter und natürlich Beziehungen. Du warst geliebt und hast geliebt. Dann kamen die Räume und Beziehungen im Kindergarten, in der Schulzeit, der Schulwechsel mit je eigenen Wegen und Räumen und Freundschaften. In dieser Zeit warst du stark von der Welt der Erwachsenen gelenkt. Was du tun und denken solltest, wurde dir gesagt. Du hattest gewissermaßen einen festen Plan für deine Wurzeltriebe.
Doch je älter du geworden bist, wurde dieser Plan modifiziert, in Frage gestellt oder sogar komplett dagegen rebelliert.
Beim Eintritt ins Erwachsenenleben erfolgte erneut eine Eingliederung ins irdische Treiben. So ist es halt nun einmal, auch wenn jeder von uns ein individuelles Einzelwesen ist, so stellt er auf der anderen Seite einen winzigen Teil der gesamten Herde der Menschheit dar. So wie im Wald jeder Baum für sich ein Einzelwesen darstellt, so trinken doch alle Wurzeln der Bäume gemeinsam vom Wasser der Erde und streben zusammen dem Licht des Himmels entgegen.
So wie der einzelne Organismus Teil des kosmischen Organismus ist, so ist das kleine Ich im großen Wir zu Hause.
Was aber ist mit dem Zuhause deiner Seele?
Deine Seele ist ganz wie ein Kind, du bist auf dem Planeten Erde wie in einer anderen Welt, sagen wir mal, du fühlst wie ein Kind, das glaubt zu träumen und staunt über die Wunder der Erde, die es wie zum ersten Mal wahrnimmt – völlig unabhängig deines biologischen Alters.
Und Jesus rief ein Kind herbei, stellte es in ihre Mitte und sprach: Wahrlich, ich sage euch: Wenn ihr nicht umkehrt und werdet wie die Kinder, so werdet ihr nicht in das Reich der Himmel kommen! Wer nun sich selbst erniedrigt wie dieses Kind, der ist der Größte im Reich der Himmel. Matthäus 18,2-4.
Kennst du dich als Kind? Was empfindest du, wenn du dich auf Säuglingsfotos siehst? Wann hast du zuletzt empfunden wie ein Kind, gelacht wie vom Himmel, gestaunt ohne irgendeinen Gedanken? Was empfindest du, wenn du kleinen Kindern begegnest?
Was sagt dir dein inneres Kind?…………………………………………………………………………………………………………………...…………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………...
Nun schau in die Augen eines Neugeborenen – wo schaut es hin? - es ist von dieser Erde, aber sein Geist schaut in die Unendlichkeit. Das Neugeborene ist noch ganz bei sich in seinem Seelen - Zuhause anzutreffen. Im Laufe der Jahre bildet sich aus der Seele immer mehr eine Persönlichkeit, die den Anforderungen des Erdenlebens genügen muss und will, je nach innerer Einstellung. Aber zumindest atmen, essen und trinken müssen wir alle und meistens kommen immer mehr Wünsche dazu. Schließlich entfernt sich der weltliche Charakter zunehmend von dem himmlisch – geistigen Zuhause seiner Seele.
Eine Ausnahme bildet der Künstler:
Schönheit ist des Künstlers Leben, des Dichters Aufgabe und des Musikers Seele. (HIK)
Ja – was bewahrt sich der Künstler? Welche Verbindung zur Seele wird nie gekappt?
Wo ist deine Künstler – Nische? Wo bist du kreativ?…………………………………………………………………………………….…………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………...
In der TCM heißt das die Himmelswurzeln und die Erdenstämme. Wurzele im Himmlisch – Geistigen, bringe deine Früchte auf die Erde. Erhalte und pflege dir das, wie ein Gärtner die Blumen düngt und fördert.
Als Erwachsener gestaltest du deine Beziehungen nach deinen Wünschen, aber auch in Anbetracht dessen, was das Leben dir zuströmt. Deine eigene Familie spielt eine besondere Rolle: das ist der Eintrittspunkt in die Erde und du nimmst teil an allen Gefühlen von Wut, Trauer, Liebe, Hoffnung, Angst und viele mehr. Eine junge Seele, die noch ganz bei sich zu Hause ist, muss aus dem Haus der biologischen Familie aufbrechen und ihren Platz in dieser Welt finden. Jedoch, was ist ein Schiff ohne einen Kapitän? Wenn du dein Lebensschiff betrachtest: wie es durch das Leben steuert und an dem einen oder anderen Hafen halt macht, so bedarf es doch eines festen Kurses, den der Kapitän bestimmen muss. Dieser Kapitän muss ortskundig sein, oder sich einen Lotsen an Bord holen, der den Weg zeigt.
Verirrt sich dein Lebensschiff, so weißt du am Ende gar nicht mehr, wo du hinfahren sollst. Dein Kapitän muss in deiner Seele Wurzeln treiben, sonst kann er den Kurs nicht erkennen. Du sollst ja nicht einfach nur irgendwo hinfahren, sondern deiner Bestimmung entgegen.
Seelische Heimat ist geistiger Natur. So wie ein Veilchensamen zum Veilchen wird, und die Eichel zu einer Eiche, trägst auch du göttlichen Samen deiner Seele auf die Erde und kannst ihn zur süßen Frucht entwickeln.
Wie kannst du aber deinen Samen erkennen? Schließe deine Augen und fühle dich ganz in dich hinein. Lass dich wie ein Stein langsam im Wasser zu Boden sinken bis auf den Grund deines Herzens. Das Herz spricht die Sprache deiner Seele. Nun lausche in dein Inneres. Du sprichst die Sprache deines Inneren - du hast sie nur vergessen. Diese Sprache kommt zurück zu dir, wenn du sie pflegst.
Meine Signatur- was fühle ich heute, wer bin ich? Wo gehe ich hin?…………………………………………………………..
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Erkenne dich selbst. Das ist lebenslanger Prozess. Das Kind lebt ganz im Augenblick und weiß, was es jetzt will oder nicht. Später kommt eine Phase, in der Anpassung und Individualität miteinander ringen. Ein Teil der Persönlichkeit will erfüllen, was die Welt von ihm verlangt, ein anderer Teil will das grundsätzlich anders machen und sucht intensiv seinen eigenen Weg. Wo findest du dich? Likest du eher deinen Alltag und deine dir zukommenden Aufgaben, oder neigst du dazu, das von dir Geforderte in dich aufzunehmen, nach deiner Art zu verdauen, zu modifizieren und schließlich, so wie du es kannst und willst, zu erfüllen? Lerne deine eigene Gangart kennen. Das Leben auf der Erde findet von der Zeugung an als Teamwork statt.
Wie in einem Chor haben alle Mitglieder das gleiche Notenblatt vorliegen. Aber jeder hat eine eigene Stimmfarbe, eine eigene Betonung, eine eigene persönliche Anteilnahme und kann gar nicht anders, als das in den Gesang aller einzubringen. Das Ergebnis ist nicht das Vielfache eines einzelnen Sängers, sondern die Collage aller.
Der gleiche Baum von rechts und links betrachtet ergibt ein verschiedenes Bild! Aber es ist der gleiche Baum und es schauen auch alle gemeinsam darauf. Aber jeder würde ihn anders zeichnen.
Kennst du den Streit um den Baum – der sieht doch so aus – nein so! - und jeder denkt was anderes - wie kommst du aus diesem Dilemma raus?
14 Denn wenn ihr den Menschen ihre Verfehlungen vergebt, so wird euch euer himmlischer Vater auch vergeben. 15 Wenn ihr aber den Menschen nicht vergebt, so wird euch euer Vater eure Verfehlungen auch nicht vergeben. Matth 5, 14-15.
Wo bist du selber Vergebung begegnet?……………………………………………………………………………………………………….…………………………………………………………………………………………………………………………………………………………………….
Vergebung - da trinkt dein Erdenstamm aus deiner Himmelswurzel.
Da kommt eine Phase in deinem Leben, wie Flaute auf dem Meer. Du stehst auf deinem Lebensschiff ohne Wind. Du kannst dann denken, da jetzt nichts mehr los ist hast du die Gelegenheit zu Reflexion und Ruhe. Lass dich ganz in dich fallen, deiner inneren Sonne entgegen.
In der Mitte deines Herzens scheint die göttliche Sonne immer, jedoch sind manchmal Wolken zwischen dir und deinem eigenen Zentrum von Liebe und Licht. Ertrag sie geduldig und nimmt dir die Zeit für dich. Du kannst die Wolken sowieso nicht mit Gewalt weg pusten. Alleine der Eigenwille würde den Wasserspiegel so in Wallung bringen, dass du kein klares Bild mehr empfangen könntest.
Geduld, wie immer im Leben, bis du über diese Brücke gegangen bist.
Unterscheide zwischen dem Kleid, das du in diesem Erdenleben bei Geburt erhalten hast, und zwischen dem, welches du dein ganzes Leben lang modifiziert hast. Eines Tages wirst du dieses Kleid wieder ablegen. Deine Seele, die dieses Kleid getragen hat, wird weiterziehen.
Nimm die Erfahrungen die dir dieses Erdenleben ermöglicht, ganz in dich auf. Jede deiner Erfahrungen ist wie ein Puzzlestein zur Selbsterkenntnis. Nimm dir einmal am Tag Zeit für einen Blick in dich hinein. Schau auf das, was heute gewesen ist und lass es zur Ruhe kommen, wie der Sand im aufgewühlten Teich sich langsam wieder legt und den Blick auf den Grund freigibt. Fühl in dich hinein: das ist dein Leben!, der Platz an den dein Lebensschiff gekommen ist. Fühle die Zeichen, wenn du den Anker wieder lichten und weiterfahren musst. Bleib immer der Kapitän auf deinem Schiff. In der Mitte deines Herzens gründen die Wurzeln deiner Seele. Führe die Samen deiner Seele zum Keim und süßen Frucht. Liebe und Mitgefühl sind wie Sonne und Wasser für deinen Lebensbaum.
Und denke daran: das gebrochene Bein braucht den Gips zum Schutz – die Heilung aber geschieht von innen. Der Gips sind die Inspirationen und alle Geschenke, die das Leben diesseits und jenseits dir gibt. Deine Seele aber heilt von innen. Der Weg ist das Ziel. Buddha.
Meine Vision:………………………………………………………………………………………………………………………………………………..
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Gedanken zum 08.05.25
Ihr Lieben!
Das Erbe.
Denk an dein Erbe, wie es dir in diesem Erdenleben gegeben ist. Du hast von deinen Eltern deinen Leib geerbt, so wie auch besondere Anlagen und Talente, eventuell auch materielle Güter.
Welches ist dein Erbe? In den verschiedenen Stadien deiner Biografie nimmst du als Erwachsener ganz anders daran Anteil als in der Kindheit.
Das Erbe hat immer eine Bedeutung für dich, schon durch all deine Stammzellen, welche das genetische Erbe deiner Blutslinie darstellen. Die Stammzellen werden ausschließlich von der Mutter vererbt. Der Vater vererbt den halben Chromosomensatz.
Natürlich ist diese genetische Mischung jeweils neu und einzigartig. Du kannst deine Gene nicht verändern, aber in weiten Spielräumen Alltag und Lebensglück beeinflussen. Schließlich hast du ja einen Willen.
Wenn du sagst, du kannst nicht, dann willst du nicht.
Wenn du willst, dann kannst du es. H I Khan
Nun besitzt du auch noch das Erbe deines Kulturkreises, deines Geschlechts, deines Kontinents und schließlich auch der ganzen Menschheit. Schau in die Geschichtsbücher, wie die Menschheit sich verändert und entwickelt: die Jungen stehen auf den Schultern der Alten, bevor sie ihren eigenen neuen Kurs bestimmen.
Erben ist wie ein Garten, den du zur Verfügung erhältst, und dann kannst du diesen Garten gestalten. Aber ob der Garten Sandboden oder Lehm enthält, das ist sozusagen festgelegt, ebenso, wie der Garten angelegt ist, bevor du ihn betrittst.
Das Erbe ist nicht das gleiche wie das Schicksal. Schicksal, das sind eben Dinge, die um dich herum und mit dir passieren, Dinge, in die du hineingezogen wirst, beispielsweise das Wetter. Schicksal kommt immer von außen. Dein Erbe, deine Erbanlagen hingegen sind ganz persönlich.
Achte darauf in den Dingen, die du tust: ist dein Erbe der Antrieb, oder entscheidet das Schicksal? Meist ist es eine Mischung. Achte auf das Gleichgewicht.
Es gibt aber auch noch dein geistiges Erbe.
Dein geistiges Erbe ist gegeben von Gott und wird von den großen Meistern des Lichts verkörpert, wie von Krishna, Buddha oder Christus, oder unzähligen anderen Heiligen. Das geistige Erbe ergreift dich von innen und ist immer da, immer präsent. Es verleiht dem Segelschiff deines Lebens
Rückenwind und erweckt den Regenbogen zum Leben. Den Regenbogen sehen wir alle, aber er ist quasi ein geistiges Phänomen. Er besteht nicht aus Stoff, aber er zeigt sich im Stoff der Wassertropfen; oder denk an den Ozean, welcher der Erde ihr blaue Farbe verleiht. Blau ist die Farbe der Spiritualität. Die Erde ist ein spiritueller Planet, wie eine große Schule des Lebens. Das Leben selbst mit all seinen Erfahrungen ist der Lehrer.
Wie kannst du dein geistiges Erbe erkennen? Dein geistiges Erbe ist unsichtbar. Es ist wie ein Geheimnis, das dich ein Leben lang von innen begleitet.
Dein stoffliches Erbe besteht in materiellen Dingen. Aber immer, wenn du Liebe, Harmonie und Schönheit erlebst, dann bist du auf dem Weg zu deinem inneren geistigen Erbe, welches nicht stofflich ist, auch nicht feinstofflich. Es ist jenseits der Masse. Es ist ähnlich wie der Coach und die Mannschaft, oder der Dirigent und das Orchester. Nur steht dein geistiges Erbe nicht mit einem Dirigentenstab vor dir, sondern es wirkt in dir, durch dich und mit dir.
So wie ein Magnet von außen Eisenspäne anzieht und ausrichtet, so zieht das geistige Erbe die Seele an.
Wenn deine Seele auf Gott gestimmt ist, wird ihr jede Handlung zur Musik, lesen wir bei H I Khan.
Versuche einmal die alltäglichen Pflichten wie Autofahren, Rasenmähen oder Nudeln kochen als eine musikalische Handlung zu begreifen. Höre beim Anziehen der Socken genau hin, wie herrlich das klingt, je nachdem, welche Liebe du in die kleinen Dinge legst. Auch emails schreiben kann klingen wie eine Klaviersonate.
Wenn du einmal nicht in der Harmonie bist, die du sehnlich verlangst, dann lausche in dein Leben. Fühle dich wie ein Empfänger, überlege wo du bist: noch mitten auf dem Lebens - Strom in permanenter Bewegung? Gestrandet an einem Ufer? Der Strom wird dich eines Tages wieder mitnehmen und zum nächsten Hafen bringen. Manchmal ist es mehr so, dass wir dem Strom unseres Lebens selber im Weg stehen. Also du brauchst Geduld, wie immer und bei allem.
Jesus rief sie zu sich und sprach: Ihr wisst, dass die Herrscher ihre Völker niederhalten und die Mächtigen ihnen Gewalt antun. 26 So soll es nicht sein unter euch; sondern wer unter euch groß sein will, der sei euer Diener; 27 und wer unter euch der Erste sein will, der sei euer Knecht, 28 so wie der Menschensohn nicht gekommen ist, dass er sich dienen lasse, sondern, dass er diene und gebe sein Leben als Lösegeld für viele. Mk 10,25.
Das Lösegeld für viele ist der Weg zum geistigen Erbe. Wer bereit ist alles zu geben, was er hat, ist getragen von selbstloser Liebe. Sein Tun ist in Harmonie mit „ dein Wille geschehe“ und Schönheit ist die Frucht seiner Handlung.
Wir kommen alle aus einem vollkommenen Ursprung und sind auf dem Weg zu einem vollkommenen Ziel. HIKhan
Wie könnte die Vision aussehen, welche von deinem geistigen Erbe getragen ist?
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Mut sei dein Schild, Geduld dein Schwert, mein Streiter! ( HIK)
Gilbert
Gedanken zum 06.02.25
Ihr Lieben!
Wie kommen wir auf die Welt? - Hungrig!
Dann trinkt das Neugeborene und wächst und gedeiht und ein ganzes Leben lang ist ein gesunder Hunger zur Erhaltung des so wertvollen Körpers notwendig.
Jedoch bezieht sich der Hunger nicht nur auf die Versorgung mit Lebensmitteln. Das Neugeborene hungert noch mehr nach der Liebe seiner Mutter! Und diese Liebe ist es, die uns auch das ganze Leben lang begleitet. Diese Liebe ist es, die die Brücke zwischen uns Menschen baut, nicht nur zu den Lebenden, auch zu den Verstorbenen. Aus unseren Herzen kann die Liebe nicht weichen, sie kann nur verschüttet werden.
Jedoch, der Alltag sieht oft anders aus. Aus dem Hunger zur Erhaltung des Körpers kann eine Gier werden und daraus eine Gewohnheit. Ebenso der Hunger nach Liebe – er kann einseitig werden, in jeder Richtung. Das Resultat sind im einen Fall Krankheiten, im anderen Fall die Unsicherheit in Beziehungen, mit vielfältigsten Auswirkungen auf unser Wir - Gefühl – schließlich sind alles Beziehungen: Familie, Freunde, Beruf, Sport – auch beim Einkaufen gehen wir Beziehungen ein. Beim Einschlafen verlassen wir die irdischen Beziehungen, um sie nach dem Erwachen wieder zu pflegen.
Wie gefällt dir das Bild „ in der Erde“ zu leben, nicht auf ihr? Aus dem Weltall gesehen, ist der „Rand“ der Erde mit seiner Atmosphäre irgendwo ganz viele tausend Kilometer über der Erdoberfläche. Wir sind also wirklich mitten in dem System Erde. Unser Platz ist zwischen der Erde und dem, was wir Himmel nennen. Von der Erde aus betrachtet, ist der Planet „ eins“, aber wir stehen im Prinzip in der Mitte zwischen fest und gasförmig. Unser ganzes körperliches Leben benötigt die festen, flüssigen und gasförmigen Stoffe. Und die Seele? - sie benötigt eben auch die festen Beziehungen, insbesondere am Lebensanfang, dann kommen die flüssigen – im Erwachsenwerden „ fließt“ die Seele aus der engen Begrenzung der Blutslinie heraus in die Welt der allgemeinen Beziehungen. Sie öffnet sich. Schließlich kommt die Phase der gasförmigen Beziehungen, der unsichtbaren Gefühle: die Liebe zu einem Menschen ist nicht zwangsläufig an die physische Erreichbarkeit des Geliebten gebunden. Sie überbrückt auch tausende von Kilometern, ja sogar den Tod.
Wie verändert sich dein Hunger nach Nahrung aber auch allgemein nach materiellen Gütern – im Lauf deines Lebens, im Lauf eines Tages, aber auch im Jahreslauf?
Wie verändert sich dein Hunger nach Liebe?
Quelle oder Fluss? Bist du in deinem Hunger mehr eine Quelle oder ein Fluss? Oder die trockene Wiese, die auf den Regen wartet? - du kennst wohl alle Varianten. Schau auf deinen Lebenslauf wie auf einen langen Strom – am Anfang haben dich diverse Quellen erschaffen und geformt und dir verschiedene Gaben in deinen Lebensrucksack gegeben. Dann bist du gewandert im Wechselspiel der Quelle, die andere befruchtet und genauso empfängt. Was aber war, als dein Leben einer trockenen Wiese glich? Wie viele Quellen wollten dich benetzen, aber alles Wasser ist von dir fort gelaufen, so wie das Gießen eines Hangs schwierig ist, wenn die Krume trocken und staubig ist – wird sie gerade nur herunter geschwemmt. Wenn die Wiesen und Wälder zu trocken werden, besteht Brandgefahr mit der Folge weitgehender Vernichtung.
Regen bringt Segen, heißt es. Deine Wiesen werden befeuchtet, aber nicht nur horizontal von Ich – zu – Du – Kontexten, die ausbrennen können, sondern auch vertikal.
So wie die Sonne jeden Morgen wieder von neuem aufgeht, so sorgt auch die Schöpfung als Ganzes für das Überleben ihrer einzelnen auch noch so kleinen und kleinsten Glieder. Kein einziges Sandkorn ist vergessen, ein jedes hat seinen Platz.
Auch du hast deinen festen Platz am Baum des Lebens. Sei geduldig, wenn der Regen einmal länger ausbleibt und du glaubst, trocken zu werden und dein Leben vermeintlich welken siehst. Du meinst vielleicht keine Früchte mehr zur Reife zu bringen, oder, dass sie dir wie in einem zu trockenen Sommer von den Ästen abfallen, noch vor der süßen Reife - und auf dem Boden landen.
Da werden sie zum Kompost! Nichts in der Schöpfung geht verloren. Und wenn deine Trockenzeit dir zu lange dauert, dann erinnere dich, es gibt Schmetterlinge, die 2 Jahre verpuppt sind, ehe sie für 1 Saison von Blüte zu Blüte flattern und unser Herz erfreuen.
Atemübung:
vom Scheitelpunkt langsam tief bis ins Becken einatmen, dabei von oben nach unten alle Chakren reinigen. Dann aufwärts ausatmen, bis der Atem vom Becken zur Brust gelangt und aus der li. Brust ausatmen.
Den Atem immer langsamer werden lassen, aber nicht stoppen.
20 min bis zu 2x tgl.
Soweit für heute, alles Liebe!
Gilbert
Gedanken zum 12.12.24
Ihr Lieben!
Der Dezember, der Abschluss des Jahres. Vieles wurde vom Januar bis jetzt begonnen oder fortgeführt und manches wartet noch auf den Abschluss. Nicht immer wird der
Zeitplan eingehalten und einige Hindernisse auf dem Weg haben das Projekt aufgehalten wenn nicht gar gestoppt. Dann sitzt man da voller guter Vorsätze fürs neue Jahr.
Wirst du überhaupt mit deinen Projekten fertig? - du baust ein Haus und dann muss der Garten fertig gestellt werden. Dann das Auto usw., es gibt eine antreibende Energie, die einen nie zur Ruhe kommen lässt. Immer findet sich gleich das nächste Projekt.
Wo kommen diese Projekte her? Bist du der Verwalter deiner Projekte? - oder solltest du der Urheber sein? Wenn du der Urheber bist, dann steuerst du doch selber Beginn und Ende deiner Projekte - und Fortsetzungen usw., wenn du sie für richtig hältst.
Ich bin was ich bin
ihr macht mich, wozu ihr mich machen wollt
aber ich werde, was ich zu werden wünsche. H I Khan
Was also ist überhaupt ein „Abschluss“? - ein definiertes Produkt? Sei ehrlich, wofür bist du auf die Erde gekommen? - welches Produkt wolltest du erschaffen? - wolltest du nicht den tiefsten Wünsche deiner Seele Ausdruck verleihen?
Nimmst du dir Zeit für deine tiefsten innersten Visionen?
Wir kommen alle aus einem vollkommenen Ursprung und sind unterwegs zu einem vollkommenen Ziel. H I Khan.
Schließ deine Augen und lass dich in deine Mitte fallen. Such dich, wer bist du? Lass dich nicht von anderen beschreiben, oder gar bestimmen. Akzeptiere nur Gott als deine Stimmgabel. Suche deinen dir innewohnenden höchsten Ton in deines Herzens Mitte, er soll dir einer Sonne gleich den Tag erleuchten und deinen Handlungen ein Motor sein.
Gibt es einen „ Abschluss“? - ja, auf der Erde schon, ein Buch ist geschrieben und ein Lied ist gesungen – aber dann kommt wieder der Hunger auf das Nächste…
Der Weg ist das Ziel. ( Buddha)
Sei unterwegs, sei im flow, sitze in deinem sicheren Boot in deines Lebens Fluss, bewusst und achtsam. Halte an, wenn du genau hinschauen möchtest, aber bleib nicht stehen. Du weißt ja, irgendwann läuft sonst der Staudamm über.
Was anschwillt und abschwillt, kann nicht der Ozean sein. ( Milarepa)
Mit lieben Wünschen für ein erfülltes 2025!
Gilbert
Gedanken zum 19.09.2
Ihr Lieben!
Gestern noch habe ich gedacht…., morgen werde ich auf jeden Fall…. - wer kennt das nicht, unsere Gedanken leben in Vergangenheit und Zukunft, hier und überall, und...Gedanken haben etwas Zeit – und Raumloses, etwas freies, wie Vögel oder Schmetterlinge – jetzt sitzen sie auf dieser Blüte und gleich sind sie schon woanders.
Die Gedanken an das „ gestern“ und „ morgen“ haben einen Charakter wie ein von der Sonne vor – und hinter den Baum geworfener Schatten. Wir sehen diesen Schatten, wir können durch ihn hindurch gehen und ihn auch vor allem im Sommer als kühler als die direkte Sonne empfinden. Gestern und heute sind also erlebbar, aber sie leben nicht – zwick dich mal in einen Finger – jetzt – das spürst du, aber, schon vorbei, es tut vielleicht noch weh, aber jetzt zwickt keiner mehr.
Wo kommt unser Hang nach dem Vergangenen her? - wir sind ja dessen Kinder. Und Kinder haben immer Lust auf was zu erleben, zu erkunden, Neugier, Offenheit und Witz formen die Gegenwart, die dann ganz schnell das Alte wieder vergessen lässt.
Aber der Schmerz der Gegenwart kann den Wunsch nach der guten alten Zeit hervor rufen, wie auch die Sehnsucht nach einer besseren Zukunft. Auch Erklärungsmodelle der Gegenwart durch die Vergangenheit sind ein begangener Weg.
Aber Vergangenheit und Zukunft sind nur mentale Kinder, sie leben nicht wirklich. Der Augenblick lebt und physikalisch gesehen auch nicht mal das – denn kaum hast du den Augenblick erschaffen, ist schon der nächste da – eben ein Fluss, der zum Delta hin größer und schneller wird.
Wo ist deine Quelle? - nach welcher Richtung fließt du? - wo ist dein Delta?
In der Herzensverbindung entsteht eine Brücke von dir zu mir und auf einmal wächst ein wir. Im wir fühlt sich der Augenblick der Begegnung wie zeitlos an, wie ewig. Er überwindet die Grenzen der innen gelebten Gedanken und holt die Iche aus ihren Schneckenhäusern heraus – da stehen wir nun, beraubt unserer mentalen Schutzhüllen auf dem Weg zur Gemeinsamkeit in Frieden, Licht und Liebe. Das Du kann nur entstehen, wenn ich meine Augen öffne, schaue und die Verbindung zu dir suche. Das Ich und Du können nur dann ein Wir bilden, wenn jeder seine Burg verlässt.
Sei mutig, verlass deine gewohnten Glaubenssätze, versuche etwas Neues, lass etwas wachsen, einen Samen, den du und andere säen – jetzt, in der Gegenwart.
Du hast aber auch ein Recht, dich in deine Burg zurück zu ziehen. Wenn dein Gefühl dich dahin führt, dann ist es jetzt dein Ort. Zum Gleichgewicht gehören Innen wie Außen, Ich und Du.
Im Erkennen, dass Innen wie Außen, Tag und Nacht, Du und Ich – alle sind wir von einer goldenen Schnur durchzogen wie Perlen auf einer Kette – eben nicht als Gegensätze, sondern als Ergänzungen, die erst alle zusammen die große Einheit bilden, die Familie, das Boot, in dem wir alle gemeinsam unterwegs sind, jeder auf seinem Platz, mit seinem Blick, mit seinen Gedanken, Gefühlen und Taten, gleich dem Ziegelstein, der alleine nicht viel ist, aber im Ziegelverband des Hauses seine feste und einzigartige Aufgabe hat.
Welcher Ziegel bist du am Haus?
Du kannst in deinen Gebeten nicht kühn genug sein! M Basilea Schlink
Alles Liebe - Gilbert
Gedanken zum 20.06.24
Ihr Lieben!
„Mittendrin“
- in der Arbeit,
- in der Planung,
- im Leben,
- im Urlaub,
- im Stress, … - was würdest du noch hinzufügen? – die Liste könnte endlos sein.
Mittendrin – in dir? - wann schaust du in dich? - wo führt der Weg in dich hinein, wo ist die Tür? Im Lärm der Welt wirst du dich nicht finden, auch nicht in der Verinnerlichung von externen materiellen Dingen wie Nahrungsmitteln oder Getränken. Feinstoffliche Energien wie Yoga oder Mantren, Musik, ein Waldspaziergang, das Lauschen in einen Vogelgesang – kann dich ein Stück aus der groben, schweren Welt lösen.
Brennendes Gas lässt den Ballon steigen, aber wenn er nur steigt, wo führt das hin? - auch nicht in deine Mitte.
Rennen, Schreien, Kämpfen, bis du außer Puste bist – ist auch nur eine kurze Unterbrechung deiner Routine in irdischen Angelegenheiten, wie ein Rausch.
Schließe deine Augen,
folge deinem Atem in dein Inneres,
lass dich tiefer und tiefer hineintragen
in dein Lebenshaus,
dein Seelenhaus,
dein Herzenshaus -
da drin warte, still, ruhig, lausche,
lass den anderen reden,
der dich erschaffen hat.
Gleichgewicht ist die Grundlage geistiger Vollendung. HIK
Mit guten Wünschen!
Gilbert
Gedanken zum 06.06.24
Ihr Lieben!
Der Juni – der Sommeranfang, der längste Tag des Jahres, der absolute Höhepunkt an Sonnenstunden – nur für 1 Tag! - das ist wie Luft anhalten, aber ich muss dann ja doch wieder einatmen, ich kann das Schöne, den Licht vollsten Tag, nicht mal 1 Sekunde lang aufhalten. Starker Wille, starker Körper, starke Gemeinschaft – da sind viele Kräfte, die vieles bewirken können, aber Phänomene des irdischen Lebens, die zu einem Höhepunkt streben, müssen danach zusammenfallen. Der Kirschbaum hat seinen Höhepunkt etwas später im Sommer, wenn er voll steht mit reifen süßen Früchten, aber dann muss er geerntet werden, die Früchte müssen wenn nicht von Menschenhand – oder Tiermund – dann vom Wetter herunter gebracht werden, um den Zyklus der Welt zu erfüllen: Wachstum – Reife – Welken – Winterruhe.
Wachstum und Reife sind auch in unserem Leben nachvollziehbar – Welken und Winterruhe sind hingegen allgemein nicht so beliebt.
Alles soll wachsen, mehr werden, Rekorde werden nicht nur im Sport gejagt und übertroffen – aber um welchen Preis? Die Jagd nach „ immer mehr“ kann zur Krankheit werden – wie man am allgemeinen Krankenstand, den Arbeitsunfähigkeitszeiten, den Wartezeiten auf ärztliche oder psychotherapeutische Behandlung sehen kann. Die ganze Gesellschaft ist am Erkranken. Wie heißt diese Krankheit? - du könntest sie die „ ich will mehr haben“ -Krankheit nennen. Und da auf der Erde nur eine endliche Menge Stoff vorrätig ist, muss das zu einem wachsenden Ungleichgewicht führen, was wir aktuell erleben, in vielfältiger Weise.
Das Wissen darüber ist wirklich enorm, welches jedem zugänglich ist, aber es wird verschieden ausgelegt.
Was tust du in dem Ganzen? - Es geht ja nicht darum, „nichts“ zu haben – aber es reicht, wenn es „genug“ ist. Genug ist wie wenn bei alten Waagen auf dem Gemüsemarkt der Zeiger in der Mitte ruhig nach oben zeigt. Dann sind Ware und Gewicht im Gleichmaß und Geben und Nehmen für alle Beteiligten im Frieden vollzogen.
Lebst du „ genug“? - Beobachte mal einen Tag vom Aufstehen bis zum Schlafengehen alle Aspekte deines Alltags – Essen, Trinken, Schlafen, Sprechen, mails, handy, träumen, Pläne…. Pflichten, Job, Stress,….die Liste könnte ich fortsetzen – und wir sind ja auch alle verschieden – ein Trampeltier legt in der gleichen Zeit mehr Kilometer zurück als eine Maus – aber beide sind für den Erhalt der Erde „ gleich“ wichtig – und es ist „ genug“, was sie über den Tag vollbringen.
Wir Menschen haben die Freiheit, unser „ genug“ selber zu definieren. Schau abends ehrlich zurück – was war zuviel? - was hat gefehlt? - hast du deinem Leben an diesem einen Tag „ genügt“? Und hier geht es keineswegs nur um die materiellen Dinge – auch die seelischen und geistigen Aspekte verlangen nach innerer Eichung.
Wie kannst du deinen inneren Kompass eichen? - Die Kompassnadel ist magnetisch und daher zeigt sie immer nach Norden. Wovon aber wird dein innerer Magnetismus angezogen? Sicher verlangt dein ganz normaler Alltag verschiedene Reaktionen von dir und du musst dich auf deine Umwelt und deine weltlichen Pflichten einlassen. Aber welche Kraft treibt dich an?
Wenn der Dirigent sein Orchester vor Beginn einstimmen lässt, so hat doch jeder mit seinem eigenen Instrument auf seine ganz eigene Weise zu tun – aber dann schauen alle auf IHN und es wird EIN Werk.
Wer ist dein Dirigent? - wer war dein Dirigent? - wie weit hat er dich begleitet? - wo bist du jetzt? - wohin schaust du?- die Lebendigkeit deiner Biografie wird immer einen Wechsel und unbedingt eine Offenheit erfordern! Prüfe dich täglich, sei achtsam!
„Ein reines Herz ist wie ein Spiegel. Mache es durch Liebe und loslösen frei von allem außer von Gott, auf dass sich die Sonne der Wirklichkeit darin spiegle und der ewige Morgen emporsteigen möge“. ( M Fazalunisa)
Viel Freude!
Gütige,
ich wohne in dir,
du bist meine Heimat.
Gütiger,
ich weiß, dass du mir hilfst,
denn du reichst mir deine Hand.
Ihr Lieben!
Jetzt mache ich Yoga, nachher muss ich arbeiten...aber Yoga ist auch Arbeit und Arbeit ist Yoga. Wie oft fehlt die Zeit für die Übungen, körperlich und seelisch, die du dir ausgewählt hast und die dich schon viele Jahre begleiten. Aber der Alltag setzt dir Grenzen und gibt eine Richtung vor, die erfüllt werden will.
Für deine Yogastunde brauchst du einen harmonischen Raum, Stille, Frieden, eine Yogamatte, eine Anleitung – und was fällt dir noch ein – bequeme Kleidung… - da alles führt zu einer inneren Einstellung, einem inneren Frieden, einer inneren Anleitung, und dem Verständnis, dass Innen und Außen im Einklang sein müssen, um im Yoga sich ganz hinzugeben. Dann fehlt noch etwas – dein innerer Anteil an den Übungen, durch den sie erst zu deinen Übungen werden. Du willst ja nicht einfach die bessere Kopie von einer genialen Vorlage sein. Im Fallen in deinen Atem führt dich der Weg ganz in dein Inneres und im Ausatmen gibst du das der Welt wie einen kleinen Ton, eine Schwingung, eine Du – Schwingung.
Was hindert dich daran, auch im Alltag Yoga zu praktizieren? Atmen musst du auch beim Einkaufen, Innen und Außen musst du auch bei der PKW – Fahrt im Einklang bringen. In jedem Gespräch gibst du Töne von dir. Buddha erinnert auch beim Toilettengang an Achtsamkeit. Ein jeder Atemzug ist Yoga. Nichts kann dich von deinen Übungen trennen, denn sie sind geistiger Natur.
Die Übungen kommen aus der spirituellen Welt wie Regen auf die Erde - und mit ihnen keimen und wachsen wir.
Preist Gott bei Tag und Nacht, mit jedem Atemzug. ( Murshida Fazalunisa)
Viel Freude!
Gilbert König